Foto des Monats: Mai [Sven] – Sterne knipsen 3


Heute mal einen etwas erweiterten Beitrag zum Foto des Monats. Ich versuche seit einiger Zeit schon, Fotos von der Milchstraße zu machen. Ich bin da noch lange nicht dort, wo ich hin will, insoweit ist dieses Foto hier auch noch nicht das, was ich als „perfekt“ bezeichnen würde, aber Rolli und ich haben ja auch ausgemacht, dass unsere Fotos des Monats nicht unbedingt perfekte Fotos sein müssen sondern auch welche sein können, die etwas aufzeigen können.

Es gibt ja einige Techniken, den Sternenhimmel zu fotografieren, bzw. Fotos des Sternenhimmels in einer aufwändigen Nachbearbeitung zu erzeugen. Die meisten wirklich großartigen Fotos, die man sieht, sind mit Hilfe der „Stacking“-Technik erzeugt, also mit einer Überlagerung mehrerer Bilder, eine Art „Super-HDR“.

Mein Ehrgeiz allerdings ist derzeit (noch), mit nur einem Bild auszukommen. Ich will erst einmal veruchen, wie weit ich damit komme. Wenn ich das Gefühl habe, dass ich das im Griff habe, werde ich mich aber wahrscheinlich auch mal an das Stacking mehrerer Aufnahmen wagen, für wirklich atemberaubende Astro-Fotos führt da auf Dauer kein Weg dran vorbei.

Sagts und muss bekennen: Dieses Bild habe ich schon zumindest „Fake“-gestacked, indem ich Teile desselben Fotos – die Milchstraße – kopiert und auf sich selbst per negativer Multiplikation überlagert und damit künstlich verstärkt habe – wer wissen möchte, wie der „originale“ Abzug, wie ich ihn aus dem aus dem RAW herausholen konnte, aussieht, kann sich das hier ansehen.

Nachthimmel

20 sec. • f/4.0 • 16.0 mm • ISO 2500 NIKON CORPORATION NIKON D800

Solche Nachthimmel-Bilder bringen einige Probleme mit sich, die man zu lösen hat. Zum einen, natürlich, fotografiert man in einem sehr hohen ISO-Bereich und hat deshalb grundsätzlich mit einigem Rauschen zu kämpfen. Dieses in den Griff zu bekommen ist schon nicht so einfach, wenn die Bedingungen ideal wären, sprich, die Lichtverschmutzung nicht allzu hoch. Wenn allerdings selbst zur dunkelsten Nachtstunde ein von Siedlungen erleuchteter Horizont in den Himmel hineinstrahlt, ist es eigentlich nicht mehr möglich, ohne wirklich aufwändige Nacharbeit ein relativ rauschfreies Bild hinzukriegen. Bzw. ohne mit mehreren Fotos zu arbeiten, die verschiedene Bildbereiche auch verschieden, eben zu den Bereichen passend, ablichten und diese zu zu einer Bildmontage zusammenzubauen.

Überhaupt, Lichtverschmutzung. Meine Nachthimmel-Fotos habe ich im Odenwald aufgenommen, umringt von Hügeln, die das Schlimmste noch abhalten, aber selbst dort ist es eigentlich noch zu hell und die Lichter von Mannheim in der Ferne und von den umliegenden Dörfern, auch wenn sie hinter einem Hügel versteckt sind, machen mir doch mehr Probleme als man im ersten Moment glauben möchte. Es gibt in Deutschland leider sehr sehr wenige Orte, die relativ dunkel sind. Ich spekuliere da deshalb auf meinen nächsten Besuch in der Rhön.

Ach ja, einen Tipp hab ich aber noch: es gibt (für Android – hab kein iPhone oder Windows-Phone, Tipps für diese Systeme – oder auch für alternative Apps für Android – gern in die Kommentare) eine schöne App, um die dunkelste Zeit der Nacht zu berechnen. Und nebenbei auch die Golden und Blue Hour. Inlusive Abgleich mit aktuellen Wetterdaten. Exsate Golden Hour hat mir schon einige gute Dienste geleistet.


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3 Gedanken zu “Foto des Monats: Mai [Sven] – Sterne knipsen