Foto des Monats: März 2015 [Sven] 2


Sonnenfinsternis

1/1000 • f/16.0 • 300.0 mm • ISO 100 NIKON D800 • Nikkor 70.0-300.0 mm f/4.5-5.6

Im März habe ich nur an einem einzigen Tag Fotos gemacht. Und zwar an dem Tag der partiellen Sonnenfindterniss. Ich hatte Glück – während viele meiner Freunde und Bekannten über bedeckten Himmel klagten, war er bei mir ums Eck wolkenlos, so dass ich eine ganze Serie schießen konnte.

Weil so eine Sonnenfinsternis nicht besonders lange dauert, war es – wieder einmal – eine ziemlich zeitkritische und experimentelle Situation. Ich habe noch nie die Sonne fotografiert, jedenfalls noch nie so, dass man sie als „Ball“ erkennen kann. Ich habe also ein wenig nachdenken müssen, wie ich das wohl schaffen könnte, das aufs Bild zu bekommen, idealerweise ohne dass die Kamera Schaden nimmt. Denn bei einer partiellen Sonnenfinsternis bleibt die Sonne trotz 75% Abdeckung immer noch so hell, dass man mit bloßem Auge kaum einen Unterschied bemerkt.

Ich habe irgendwann einmal für mein 300mm-Zoom einen Satz billiger ND-Filter gekauft und noch nie benutzt. An diese erinnerte ich mich und schraubte also einmal den dunkelsten drauf (ich glaube, das ist ein 1000er, die Schrift lässt sich nicht entziffern – man sieht jedenfalls so gut wie nichts da durch, wenn man ihn sich einfach so vors Auge hält.) und den zweitdunkelsten – einen 8er – nochmal drüber.

Dass ich dann sogar einen Sonnenfleck – genauer, den Sonnenfleck „2023“ – aufs Bild bekommen habe war dann die Krönung von allem!


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2 Gedanken zu “Foto des Monats: März 2015 [Sven]

  • rollinger

    Mein Favorit Deiner SoFi Serie. Normal zeigt man fast immer die maximale Abdunklung der Sofi aber Du zeigst uns diesen kleinen Ausschnitt, der für mich so viel spannender ist und irgendwie räumlicher wirkt. Mit dem Sonnenfleck! Tolles Ding!
    Hat was von Pacman.

    • Sven

      😀 Danke – witzigerweise war das für mich tatsächlich der spannendste Moment: der Beginn wie auch das Ende. Auch, weil die Sonne zu diesen Zeitpunkten eigentlich völlig „normal“ aussah, man musste schon wissen, dass der Mond noch etwas davor steht. So ab 50% aufwärts konnte man was ahnen, weil es trotz blauem Himmel so ein klein bisschen einen dämmrigen Eindruck machte, für die Uhrzeit nicht normal. Aber grade der Beginn und das Ende, da war ich sogar ein bisschen überrascht, dass es schon losgegangen war bzw. noch immer nicht zu Ende, weil die Sonne runterbratzelte als wäre nichts.