Fotografische Zeitreise


Fotografie hat für mich viel mit dem Phänomen „Zeit“ zu tun. Ein Foto konserviert einen bestimmten Moment in der Zeit, indem das, was man zu einem bestimmten Zeitpunkt wahrnehmen kann, weil die Auswirkung einer ganz bestimmten Verteilung von Photonen, also Dinger, die sich so schnell bewegen wie sonst nichts im ganzen Universum (soweit ich weiß gibts derzeit noch keinen Beweis für irgendwas, das schneller wäre als das Licht, nachdem man diese Fähigkeit dem Neutrino vor kurzem doch wieder absprechen musste) durch einen technischen Kniff „eingefroren“ wurde.

Dass man auf Fotos etwas sehen kann, dass es so einen egal wie kleinen Moment vorher oder hinterher nie gab und nie wieder geben wird und das ohne das Foto nur als vager Eindruck im Gehirn eines einzigen Menschen nachklingen könnte, finde ich etwas höchst faszinierendes. Das Phänomen Zeit sprengt schnell jegliche Möglichkeiten, es irgendwie in Worte zu fassen.

Das ist, was für mich Fotografie ist: das Flüchtigste festzuhalten, was es gibt. Die Zeit anzuhalten.  Und den Betrachter auf eine Zeitreise mitzunehmen. Zu einmaligen Augenblicken. So einmalig, wie einmalig nur sein kann, in Raum und Zeit vom Urknall bis zum Ende des Universums.

Und manchmal gibt es Gelegenheiten, da wird einem das auf eine Weise bewusst, dass es beinahe schmerzt.

Wie bei dieser Geschichte, die Hamish Campbell auf seiner Website und bei Petapixel vom japanischen „Haus des Fotografen“ erzählt.

 

 

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