Schwarze Klumpen


Letzte Woche hatte ich Sven besucht. Schon seit ein paar Jahren experimentiere ich immer wieder mit RAW Fotos herum ohne zu raffen, was der Mehrwert dieser Rohfotografie bringen soll. Also musste ich mir einen Lehrer suchen, der das drauf hat und dessen Bilder auch wirklich WOW sind. Wie praktisch das der Blogkollege nicht weit wohnt.
Er zeigte mir auch ausführlich (bei Kaffee und Erdbeerstreusel)  was man mit Lightroom 5 und RAW Fotos machen kann. So langsam setzt sich das Erlernte und durch viel Übung komme ich täglich zu besseren Ergebnissen mit Fotos, die normal für den Müll sind.
Gestern am Abend, als der Grill schon langsam am Ausgehen war, kam im Hinterhof plötzlich der Falke an und setzte sich auf diese Retro Fernsehantenne. Er wartete auch geduldig bis ich die Kamera beisammen hatte.
Ich weiß aus Erfahrung „Solche Fotos werden nichts“. Die lange Brennweite (300mm), ein Pseudogewitter im anzug färbte den Himmel grau und die zwei Rieslingschorle halfen nicht wirklich um eine ruhige Hand zu haben.  Egal, ich drück drauf.
Das Foto ist keine Meisterleistung aber der Falke hat Zeichnung UND Farbe! Mehr war nicht zu holen und mit der Bildeinteilung und dem monochromen Hintergrund bin ich sehr zufrieden. Die Antenne hat keine lila und grüne Farbsäume (chromatische Aberration), kein dunkle Ecken (Vignettierung) . Ich sah das JPG dazu, das die Kamera erzeugte. Ein Schwarzer Klumpen auf schwarzem Spieß. Genau so wie der Lammspieß, der zuvor auf dem Grill lag und zu viel Feuer abbekommen hatte.
Danke Sven, für den Unterricht.

Falke auf Antenne

Turmfalke an Retro-Antenne 1/500 • f/5.6 • 300.0 mm • ISO 200

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